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chapter I: the “empty” years (1995 – 1998)

Während sich das Ende der Ära „Take That“ im Jahr 1995 abzeichnete – Robbie Williams verkündete im Juli seinen Ausstieg – stand der musikalische Nachwuchs schon in den Startlöchern, zum Glück mit einem völlig anderen Sound!
Die ersten musikalischen Gehversuche von Silence im Bereich Rock und Metal brachten das erste und einzige Demo-Tape „Empty Souls“ hervor, welches im Frühjahr 1996 innerhalb von 3 Tagen in den Bahama-Studios in Nassau (Baden-Württemberg) aufgenommen wurde und 5 Tracks beinhaltet.

chapter II: “enola” years (1999 – 2002):

1999 nahm das Schaffen der Band erste konkrete Züge an, und so nutzte sie die nicht vorhandene Sonne um zwischen Dezember 1999 bis ins späte Frühjahr 2000 das Debut-Album “enola” in den Bahama-Studios aufzunehmen. „enola“ enthält 7 Songs mit einer Spielzeit von 35 Minuten und wurde als Digipack, bei dem Niklas Sundin (u.a. Sentenced, In Flames) das Artwork anfertigte, veröffentlicht.
Die Band erntete ausschließlich Lob und positive Kritiken. Die Songs gehen leicht ins Ohr und trafen mit ihrer melancholischen Grundausrichtung den Nerv vieler Hörer, Kritiker und Magazine. Das Debut wurde in der Presse gefeiert und wurde u. a. Demo des Monats im Metal Hammer.
Die folgenden beiden Jahre verbrachte die Band in erster Linie damit, “enola” durch möglichst umfangreiche Live-Präsenz zu promoten. Diverse erfolgreiche Shows im Jahr 2002 (u. a. Festivals und Open-Air Auftritte in Frankreich, Österreich u. Norddeutschland) waren die Folge.

chapter III: during “p/o/u/r” years (2003 – 2006):

Wo 1999 zu wenig war 2003 zu viel Sonne und so flüchtete die Band in der unerträglichen Hitze des Jahrhundertsommers erneut die Tonfabrik (Cherrywood Studio, Kitzingen) – spieltechnisch gereift durch unzählige Live-Shows und mit starken neuen Songs in der Hinterhand – um das zweite Album „the p/o/u/r letters” binnen 4 Wochen einzuspielen.
Durch die zahlreichen Auftritte entwickelten sich Silence nicht nur spieltechnisch weiter, auch in Sachen Sound und Songwriting machten sie große Fortschritte, und so kann „enola“ kaum noch mit „the p/o/u/r letters” mithalten – wenn man einmal vom Cover absieht, bei dem wieder Niklas Sundin am Werk war.
Die zweite Platte ist ein Konzeptalbum, bei dem Songs, Lyrics und Artwork ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk abgeben. Die einzelnen Songtexte stellen hierbei Seiten eines Tagebuches dar, welches die Gedanken- und Gefühlswelt eines verzweifelten Menschen reflektieren. Hoffnungslosigkeit, Wut, Verlust und Trauer spiegeln sich sowohl in der Musik als auch in den Texten wider.
Auch auf dem Live-Sektor schafft es die Band mühelos, die Stimmung der Musik umzusetzen. Immer wieder hagelt es hervorragende Live-Reviews. In den folgenden Jahren konnte die Band auch u. a. als Support für Subway to Sally, Crematory und Die Apokalyptischen Reiter überzeugen.

chapter IV: the “bad times” (2007)

Im Februar 2007 – also etwas über 3 Jahre nach der Veröffentlichung von “the p/o/u/r letters” – begann die Band mit den Aufnahmen zum nächsten Lebenszeichen, “the badtime stories e.p“. Die Aufnahmen (im Rebound-Studio, Nürnberg) gingen binnen 3 Monaten über die Bühne, und so konnte die EP im Juli 2007 das Licht der Welt erblicken.
Mit etwa 30 Minuten Spielzeit (zzgl. einem Videotrack zum Song “Lady farewell” als Bonus) handelt es sich bei “the badtime stories“ um das bis dahin vielseitigste, abwechslungsreichste und ausgereifteste Album der bisherigen Bandgeschichte. Flotte Up-tempo Rocker wie der Opener “with entwined wings” wechseln sich ab mit düsteren Hymnen („hopefool Ground“) oder der melancholisch-depressiven Halbballade “all turns black”, welche gleichzeitig den schwermütigsten und melancholischsten Song der Bandgeschichte darstellen dürfte.
Der rote Faden durch das komplette Album hindurch sind Themen wie Negativität, Selbsthass, Gefühlschaos, Leere (kurzum: die schlechten Zeiten des Lebens), auch wenn „The badtime stories“ im Gegensatz zu „the p/o/u/r letters” kein wirkliches Konzeptalbum darstellen soll.
Die Inspiration zum CD-Titel bekam die Band durch Gutenachtgeschichten, die man kleinen Kindern bekanntlich vor dem zu Bett gehen erzählt. Aus diesen “BEDtimestories” – in der Regel voller Glückseligkeit und mit Happy end – machte die Band kurzerhand ihre eigenen “BADtimestories”. Von Glück und Fröhlichkeit keine Spur, bleibt zu hoffen dass kleine Kinder diese niemals in die Finger bekommen werden…

Chapter V: the “failed phase“ (2009)

Die “bad times” trugen ihren Namen zu Recht: Ende 2007 gab unser langjähriger Wegbegleiter und Gitarrist Christian “Slayer” Marsch seinen Ausstieg bekannt. Die Stimmung innerhalb der Band war auf dem Nullpunkt, und die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich als schwierig. Aber wie so oft lag die Lösung näher als gedacht: mit Bastian Haupt stieß im Frühjahr 2008 ein alter Bekannter zu uns, der mit seinen ehemaligen Projekten „Capacity“ und „Slidin’ Nasty“ bereits mehr als einmal die Bühne mit uns geteilt hatte.
Die Band gelangte schnell wieder zu ihrer kreativen Form zurück, und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und einem entspannten Sommer wurde mit dem Songwriting zum dritten Album „life:failed“ begonnen. Hierbei machte sich der frische Wind, der mit Bastian Haupt in die Band gekommen war, positiv bemerkbar. Mehr denn je wurden mit verschiedenen Sounds experimentiert und neue Songstrukturen ausprobiert, und so konnte man nach nur wenigen Monaten das Studio entern.
Die Wahl fiel, wie schon beim Vorgänger „the p/o/u/r letters“, auf den Produzenten Tom Amendt und seine Cherrywood Studios. Die gute Vorbereitung und die bereits bekannte und entspannte Atmosphäre trugen dazu bei, dass die Aufnahmen nach nur zwei Wochen abgeschlossen waren.
Das Ergebnis: „life:failed“, ein Album, das eigentlich auch den Untertitel „Silence 2.0“ tragen könnte! Die Band hat sich neu erfunden und es gleichzeitig geschafft, den typischen „Sound of Silence“ beizubehalten. Von fetten, doomigen Parts („christine infernal“) über halbakustische, balladeske Songs („face away“) bis hin zu hymnenhaften Refrains („misery in stars“) ist für eingefleischte Silence-Fans alles dabei! Der nächste Hit ist mit Sicherheit der Opener „reclimbing our path“, der die ganze musikalische Bandbreite der Band vereint.
Optisch wird das neue Album wie schon das Debut „enola“ wieder als edler Digipack erscheinen. Man darf also gespannt sein…
Silence sind zurück – stärker denn je!